Pos1

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Oben nehme ich mein Gespann glücklich in Empfang. Das Gepäck trudelt nach und nach, verteilt auf verschiedene Gespanne ein. Meine Werkzeugausstattung hat die Burschen scheinbar echt beeindruckt. Harry von den Südsteirern erzählt mir freudestrahlend was er in den drei bunten Köfferchen alles umsortiert hat ... kleines Spässle seinerseits.

Die IZH ist oben und ich ganz froh darum.

Ich räume den Karren wieder ein ... Werkzeug, Küchenkiste, Brennholz, Ersatzkanister Sitz etz. Insgesamt viel zu viel Gewicht. Das nächste mal nehme ich gleich ein Zimmer und gar kein Gepäck mit ...

Erst einmal ausruhen.

Der Schmiddi.

Der Ragman köchelt sich einen Zaubertrank.

Sonntag Morgen. Abreisetag. Ich stehe früh auf, packe langsam meinen Kram zusammen, gehe Frühstücken, verabschiede die ersten Reisenden und schaue dem emsigen Treiben auf dem Platz zu. Da es meinem Bein etwas besser geht beschließe ich wider besseren Wissen und entgegen aller Vernunft mein Gespann selber bis nach Bad Tölz zu fahren. Ich kann zwar die Fußbremse kaum nutzen doch irgendwie wird es schon gehen ... Ich stelle die Vorderradbremse etwas schärfer ein und hoffe auf deren Mitarbeit.

Der Koenich auf dem Weg ins Tal.

Ich fahre frühzeitig zu Tal. Treffe noch den Uwe und komme sicher unten an. Das Knie macht sich schon wieder bemerkbar weil es den steilen Weg hinab ohne Fußbremse nicht ging. Unten dann Ketten ablegen und einen Abschiedstee trinken. Der Koenich macht sich schon mal auf den Weg ...

Kehre 2.

Kehre 1.

Des kahlgryndigen Talfahrt.

MZ vor schönem Bergpanorama.

Das Knie schmerzt aber gleich habe ich es erst einmal geschafft.

Ich warte noch auf den Georg samt seiner Reisegruppe, habe es aber nicht eilig von hier weg zu kommen. Einer nach dem Anderen kommt den Berg herunter. Verabschiedungen am laufenden Band. Schließlich auch der Georg. Ihm ist auf der Abfahrt die Kette am Hinterrad gerissen ... Um diese zu entfernen musste das Hinterrad heraus ... und das auf dem engen und steilen Weg.

Noch einen Abschiedstee und der Uwe macht sich mit seinen Kollegen von dannen.

Wir machen uns mit 4 Gespannen auf den Weg nach Bad Tölz. Die IZH auf Position 2. Sehr zur Freude der nachfolgenden zwei Gespanne ... die IZH qualmt wie ein Weltmeister auf den ersten Kilometern. Der Aufstieg zum Achensee ist steil und quälend lang. Im zweiten Gang kreischt die IZH dahin, immer knapp unter der Klingelgrenze ... Oben angekommen trinken wir einen Kaffee und lassen die IZH abkühlen. Dabei fällt mir etwas ein. Beim Griff zur Vorderradbrems verbrenne ich mir fast die Finger Ich habe sie wohl doch ein wenig zu stramm eingestellt und durch die unrunde Bremstrommel schleifen die Beläge doch ein wenig arg. Gut ... das erklärt den quälend langsamen Aufstieg. Das kann schnell geregelt werden und nach der Pause rennt die IZH wie befreit Bad Tölz entgegen, immer dem Georg mit seinem 650er Russen im Genick.

Aufladen in Bad Tölz.

In Bad Tölz werden wir dann zur Sensation für die vielen Sonntag-Nachmittags-Spaziergänger. 3 Gespanne wollen quer von der Seite auf den Anhänger gestapelt werden. Auch die Umzieherei in der Öffentlichkeit sorgt für Aufruhr ...

3 Gespanne müssen auf dem Anhänger verstaut werden. Keine so leichte Aufgabe ...

Die der Georg aber meisterlich löst.

Jetzt noch verzurren und dann ab in Richtung Heimat.

Nach kurzweiliger Fahrt kommen wir so gegen 21.00 in Geiselbach an. IZH abladen und die zwei Urals umladen nimmt noch etwas Zeit in Anspruch. Schließlich sind wir fertig und die drei können weiter in Richtung Heimat fahren. Bis nach Duisburg sind es noch ein paar Kilometer durch die Nacht.

Ich bin froh wieder zu Hause zu sein und noch völlig aufgedreht. Es war ein schönes Treffen. Ich werde wiederkommen!

Mein besonderer Dank gilt allen die mir in dieser Situation geholfen haben. Mit Zuspruch, beim Stiefel ausziehen, beim Gepäck tragen, mit Medikamenten, mit Diagnosen und Worten. Dem Alex und dem Uwe für ihren Kampfgeist die IZH den Berg hinauf zu bringen ... und vor allem dem Georg, seiner Frau und dem Frank für ihre Geduld mich mit auf den Weg zu nehmen. Das war schon mit erhöhtem Aufwand verbunden und hat die Kollegen viele Stunden gekostet. Vielen Dank noch mal für alles!

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