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Juni 2010. Die Britta und der Paul laden ein zum 3. Thüringer Ost-Motorrad-Treffen in Völkershausen. Nach langer Treffen-Abstinenz wird es mal wieder Zeit auf die Reise zu gehen. Selina will mit, samt Pocket-Bike ...


Entsprechend abenteuerlich gestaltet sich die Packerei.
Geht aber ... irgendwie.

Verabredet bin ich mit dem Thomas (MZ), dem Molo (MZ) und dem Roger (IZH). Gemeinsam wollen wir die Zweitaktfahne hochhalten. Wie wörtlich das zu nehmen ist ahne ich noch nicht zu diesem Zeitpunkt.

Gegen Mittag tuckern wir los. Ich entschließe mich für die Strecke durch Spessart und Rhön. Letztes Jahr mit der Enfield bin ich auch so gefahren. Wunderschön war das. Die erste richtige Steigung im Spessart zeigt mir die Grenzen des Jupiter Gespanns auf. Mit diesem Gepäckberg muss ich runter bis in den 2. Gang. Fast Vollgas mit ca. 45 km/h die etwa 5 km lange Steigung hinauf ... der Motor kreischt, glüht, hält aber. Der Roger ist direkt hinter mir. Nur leicht beladen muss er seine IZH nicht allzu sehr quälen, was aber auch gut so ist. Schließlich sind die zwei noch in der Einfahrphase. Die MZtten sind hinter uns, halten aber etwas Abstand. Der Roger und ich nebeln das Tal ein dass es nur so eine Freude ist. Die Gegend ist nun völlig kontaminiert ...

In Bad Brückenau dann die erste Pause. Tanken von Mensch und Maschine. Alles läuft bestens. Ziemlich heiß ist es, nach dem Regen der letzten Wochen allerdings eine willkommene Abwechslung.

Selina lässt es sich gut gehen.

Weiter geht es durch die Rhön. Dampfend quälen wir die IZHs an der Wasserkuppe vorbei. Rogers IZH verliert noch das Hebelchen des Benzinhahns welches aber von den MZ Treibern geborgen werden kann.
Kurz vorm Ziel wird die Lanschaft etwas flacher und wir schaffen kurzfristig schon mal die 70 km/h.

In Sünna, kurz vorm Ziel erinnere ich mich an eine Abkürzung welche ich letztes Jahr mit der Enfield genommen habe. Nur hatte ich diese viel flacher in Erinnerung ...
Es geht vorbei am Keltendorf, Verbotsschilder halten uns nicht auf, wohl aber die nächste Steigung. Über Geröll und felsigen Untergrund kann ich mich an einer Weggabelung nicht schnell genug entscheiden, gehe vom Gas und ... mööööp, vorbei ist es mit dem Vortrieb. Noch zwei Versuche anzufahren und fest ist die Kupplung.
Also gut, erst mal Pause machen - 900 m vor dem Ziel ...

Die Dorfjugend tobt auf friesierten Simsons vorbei, scheinbar ihre Trainingsstrecke. Der Förster schaut nach dem Rechten und meint nur:
"Ihr habt es ja gleich geschafft" ...
Ich bin mir sicher, der Förster in Geiselbach hätte anders reagiert.

Schließlich schieben wir die Karren an und erklimmen nacheinander den Hügel. Ich bin immer wieder erstaunt wie zäh die Kisten doch sind.
Glücklich und durstig erreichen wir unser Ziel.

Der Sportplatz in Völkershausen. Das erste kalte Bier verdampft zischend in der Kehle, noch bevor es den Magen erreichen kann.
Der Max ist auch schon da. Freudige Begrüßung.


Zu meiner großen Freude entdecke ich den Harald. Kann es kaum glauben ihn hier zu treffen. Die Überraschung ist perfekt.