Pos1



Januar 2010. Das mit viel Spannung erwartete Tauerntreffen steht im Kalender. Kaum ein Treffen auf das ich mich mehr freuen könnte. Endlich kann die IZH mal zeigen was tatsächlich in ihr steckt. Nicht nur das treue Alltagskrad sondern auch ein robustes Langstrecken-Dreirad ...

8.00 Uhr - kurz vor der Abfahrt bei -14C°

Der erste Reisetag wird kalt. Schön und kalt. Immer knapp im 2-stelligen Minusbereich wird die Temperatur nicht wirklich warm. Aber egel. Meist scheint die Sonne und ich komme gut voran.

Und los geht's.

Erster Stopp in Ochsenfurt. Ich bin ziemlich durchgefroren. Eisklumpen statt Füsse ... So langsam lassen die Kamiks nach. Nächsten Winter müssen neue ins Haus. Nach einigen Tassen Kaffee in der Tankstelle geht es aber schon wieder so weit, dass ich mich der Vergaser-Optimierung widmen kann. Die IZH läuft eine Spur zu mager. Ich hänge die Teillastnadel eine Raste nach oben und und sofort tritt Besserung ein.

Boxenstopp.

Das war genau die richtige Maßnahme. Das Mopped läuft deutlich besser im Teillastbereich und verbraucht trotzdem kaum mehr als vorher.
Überhaupt der Verbrauch ... die MZ z.B. verbrauchte ohne Beladung im Alltagsbetrieb knapp unter 7 Liter. Mit vollem Treffengepäck im Gebirge aber auch schon deren 10. Die IZH verbraucht leer 7 Liter und mit vollem Gepäck auch nur 7.50 Liter. Das hat mich angenehm überrascht.

Poser-Pause in Ansbach.

Der restliche Reisetag verlief unspektakulär.
Geiselbach, Würzburg, Ochsenfurt, Ansbach, Ingolstadt, Landshut, Eggenfelden, Ering am Inn. Das Ziel ist erreicht und ich rolle am frühen Abend noch bei Tageslicht beim Sepp auf den Hof.

Schneekrad am Morgen.

Wie schon so oft genieße ich die Gastfreundschaft und erlebe einen schönen Abend. Morgens geht es recht früh raus und der Sepp meint, es hat ein wenig geschneit. Ich schaue aus dem Fenster und kann nur mühsam mein Mopped zwischen den dicken Schneeflocken ausmachen. Starker Wind und dichtes Schneetreiben. Der Wetterbericht, die Verkehrsnachrichten und der Blick nach draussen versprechen abenteuerliches.
Um 8.00 in der Früh' stürze ich mich ins Geschehen. Schneefahrbahn ist klar. Schleichende Dosen werden erbarmungslos gerichtet. Anfangs noch etwas vorsichtig werde ich immer mutiger. Leider kann niemand mein Grinsen auch nur erahnen unter der Sturmhaube.
Bei Bad Füssing überquere ich die Grenze nach Österreich. An der ersten Tanke fülle ich meinen Tank. Die mittelalterliche Kassiererin ist schier aus dem Häusschen. Begeistert fotografiert sie mich mit ihrem Mobilfon von allen Seiten. "Na, auf dem Weg zum Elefantentreffen?" fragt sie mich. Ich grinse zurück und berichtige ihren Irrtum. Trotz schneidender Kälte und Schneesturm wollte sie gar nicht mehr in ihr Kassenhäusschen zurückgehen. Und das obwohl sie nur mit einem T-Shirt oberbekleidet war.
"Wann kommst denn zurück?" fragt sie. Ich antworte dass ich die Heimreise für den Sonntag plane. "Ah Sonntag" sagt sie, "Da habe ich bis 14.00 Dienst, trinken wir einen Kaffee zusammen" Ich bin verwirrt.

Auf der gesamten Strecke vom Sepp bis nach Liezen, also rund 150 km habe ich Schneefahrbahn, teilweise mit heftigen Verwehungen. 2x war ich kurz davor die Kette aufzulegen, ging sich aber gerade noch so aus ... Das war mit Abstand der beste Teil des gesamten Wochenendes. Abenteuer pur und erfolgreich gemeistert. Zum Fotografieren war da leider keine Zeit.

Ab Liezen dann leider nur noch salznasse Strassen.

Tankstelle in Trieben.

In Tieben an der Tanke wird die IZH befüllt, ein kleines Ankommensbier getrunken und ein weiteres eingekauft.
Zwei östereichische Solisten kommen vorbei. Sie sind auf dem Weg zum Elefantentreffen und ich erzähle ihnen von den Zuständen in Oberösterreich. Sie schauen ein wenig verwirrt ... also mit einer Solo würde ich mich das nicht trauen sage ich noch ...

Mautstrasse zum Treffenplatz.

Von Trieben aus geht es den Pass hoch nach Hohentauern. Dort oben kurz abgebogen und an der Mautstation die Schneekette aufgelelgt.

Perfekte Verhältnisse gestatten sogar bergan einen Fotostopp.

Die Mautstrasse ist in einem super Zustand. Griffige Schneefahrbahn überall. Leider werden auch mit jedem Höhenmeter der Wind und Schneefall stärker.

Der Falk. Auch leicht angestrengt ...

Oben angekommen freue ich mich über den Falk der gerade seine Heimstatt einrichtet. Selbstgenähtes Zelt, selbstgebauter Ofen. Toll. Ich suche mir ein nette Plätzchen - Zelt # 3 - und beginne mich einzurichten.

Parkposition erreicht.

Das Wetter ist eigentlich wie immer nur diesmal nervt es mich ein wenig.