Wie funktioniert 3D Druck?

Die allermeisten 3D-Drucker im Consumer-Bereich, tragen Material Schicht für Schicht auf. Jede Schicht haftet auf der darunterliegenden. So baut sich Schicht für Schicht das Modell in die Höhe. Man nennt dieses Verfahren  "Fused Deposition Modeling" (FDM; zu deutsch: Schmelzschichtung) oder auch "Fused Filament Fabrication" (FFF). Die Dicke der einzelnen Schichten - und damit die Feinheit und Qualität des Modells - hängen vom Drucker ab und betragen aktuell zwischen 0,5 und 0,02 mm.

Das Ist doch nur ein Hype - Was kann man mit 3D-Druckern denn schon sinnvolles bauen?

3D-Druck ist keine Konkurrenz zu herkömmlichen Massenproduktionsverfahren. Wer aber häufig spezielle Teile braucht, die es nicht fertig zu kaufen gibt, dem nimmt ein 3D-Drucker viel Arbeit ab. Natürlich kann man auch Holz oder Blech feilen, schrauben und kleben. Aber 3D-Drucke sind meist die hochwertigere und coolere Alternative. Wenn Ihnen mal ein kleines Plastikteil kaputt geht und Sie deshalb nicht gleich die ganze Maschine wegschmeißen wollen, werden Sie die Möglichkeiten einer 3D-Kopie sehr schätzen.  Und um individuelle, personalisierte Gegenstände herzustellen - z.B. die Sonnenbrille mit den eigenen Initialen  - ist der 3D-Druck ebenso perfekt geeignet.

Was für material wird verwendet?

Bei allen 3D-Druckern, die nach dem FDM Verfahren drucken kann PLA gedruckt werden. Das Material liegt normalerweise als Draht auf Spulen vor und ist in allen gängigen Farben zu bekommen. PLA ist ein biologisch abbaubares Polymer aus Milchsäuremolekülen. Es ist sehr einfach zu verarbeiten.

Viele Drucker verarbeiten auch ABS, was sich durch hohe Härte und Kratzfestigkeit auszeichnet. Es ist aber auch deutlich anspruchsvoller in der Verarbeitung. So liegt die Arbeitstemperatur von PLA bei 180-210°C und von ABS bei 210-250°C.  Das Arbeiten mit ABS erfordert einen 3D-Drucker mit beheizbarem Druckbett und am besten mit geschlossenem Bauraum.

Es gibt darüber hinaus noch viele interessante Materialien und es werden ständig neue auf den Markt gebracht. Wenn Sie gern experimentieren, dann probieren Sie doch mal

  • flexibles ABS (wie Gummi)
  • lichtdurchlässig
  • im Dunkeln leuchtend
  • Nylon (extrem belastbar)
  • Holz (Holzmehl in Bindemittel)
  • Laybrick (Sandstein Feeling)
  • Lebensmittelechtes Material

Kann man farbig drucken?

Drucker, die nach dem FDM Verfahren arbeiten, können keine Vielfarb-Drucke herstellen. Es gibt aber Modelle mit mehreren Schmelzdüsen (Extruder). Diese können dann mit 2 oder 3 Farben drucken.

Kann ich jede Form drucken?

Nicht mit Consumer-Geräten. Erstens haben diese Geräte alle eine maximale Baugröße. Und zweitens kann im FDM Verfahren kein beliebiger Überhang gedruckt werden. Da jede Schickt auf der darunterliegenden haftet, müsste man in die Luft drucken. Ohne Stützmaterial ist das nur begrenzt möglich. Modelle mit mehreren Extrudern können mit löslichem Stützmaterial arbeiten.


Professionelle Dienstleister verfügen meist über Maschinen, die nach anderen Techniken arbeiten und haben diese Einschränkungen nicht.

Welcher 3D-Drucker ist am besten?

Da es ständig neue Modelle gibt, kann man das nicht pauschal sagen. Wir möchten hier auch keine Werbung für einen bestimmten Hersteller betreiben. Sie finden im Internet viele Tests und Vergleiche. Sehr zu empfehlen ist das Sonderheft der c't (welches wir Ihnen gern beim Leihen eines Gerätes über unseren Online-Shop beilegen).

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